Die vielfältige und komplexe Tätigkeit von Baubiologen erfordert die Zusammenarbeit mit einer ganzen Reihe unterschiedlicher Berufsgruppen. Damit die Verständigung klappt und die Kooperation reibungslos von statten geht, müssen Baubiologen auch verstehen, worauf es ihrem jeweiligen Gegenüber ankommt.

Sicher hat der private Hausbesitzer andere Sorgen als Mieter, die von Krankheiten mit Ursachen aus dem Wohnumfeld betroffen sind. Unternehmen, die Gebäude unter Gesichtspunkten der Arbeitssicherheit planen oder Juristen mit Bedarf an rechtlich relevanten Gutachten für Schadensersatz stellen jeweils ganz unterschiedliche Anforderungen an baubiologische Dienstleister. Wichtig ist, dass diese nicht nur mit den jeweiligen Bedürfnissen ihrer Kunden vertraut sind, sondern auch auf ein Netzwerk von kooperierenden Fachleuten zurückgreifen können. So sollte die Adressliste eines Baubiologen Spezialisten für Messtechnik ebenso aufführen, wie Hersteller von Baustoffen, Handwerker, Anwälte, Mediziner oder Referenten für Vorträge.

Umfangreiche Planungen, wie etwa die Projektentwicklung von ökologisch und sozial engagierten Siedlungen können nur von Netzwerken erfolgreich durchgeführt werden. Wenn die unterschiedlichen Berufsgruppen dabei erfolgreich kooperieren sollen, ist ein hohes Maß an Koordination und Kommunikationsfähigkeit erforderlich. Nicht nur deswegen gehört für engagierte Baubiologen auch regelmäßige Fortbildung zum Pflichtprogramm. Gerade eine so vielfältige und junge Wissenschaft ist in ständiger Entwicklung - und wer möchte schon mit dem Wissen von gestern beraten werden? Das soll aber nicht bedeuten, dass nicht auch althergebrachtes, traditionelles Wissen um Architektur, Bau, Materialien und Raumnutzung seinen Platz in der Baubiologie hat.

Gerade ganzheitliche Baubiologie hat ein besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit, Verwendung natürlicher Materialien und ökologisches Bauen. Dabei wird gerne auf alt hergebrachte Verfahren und Materialien gesetzt und mit Holz, Lehm und Naturstein gearbeitet - nicht ohne auch kritisch und mit neuesten Kenntnissen diese Materialien auf Ihre Eignung für den jeweiligen Zweck zu prüfen!